Cidre ist nicht Most, und er ist auch nicht Apfelwein im fränkischen Sinne. Der bretonisch-normannische Apfelwein hat seine eigene Tradition, seine eigenen Apfelsorten und seinen eigenen Herstellungsweg. 26 Produkte im Sortiment — vom trockenen Cidre Brut bis zur süßen Cidre-Doux-Variante, inklusive zwei alkoholfreien Alternativen.
Herkunft und Tradition
Cidre entsteht aus einer Mischung verschiedener Apfelsorten — süß, sauer, bitter und bittersüß. Die bretonischen und normannischen Produzenten pflegen historische Sorten wie Binet Rouge, Noël des Champs und Douce Moën, die kaum als Tafelobst taugen, aber für den Cidre unverzichtbar sind. Das Ergebnis ist tanninreicher, mineralischer und strukturierter als deutscher Apfelwein aus Boskoop oder Rheinischer Bohnapfel.
Brut, Demi-Sec oder Doux?
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Cidre Brut: trocken, mit 4–7 g/l Restzucker. Die herbste Variante, passt zu Austern, Meeresfrüchten und Ziegenkäse.
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Cidre Demi-Sec: halbtrocken, ausgewogenes Verhältnis von Frucht und Säure. Der Allrounder zu Galettes und Hartkäse.
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Cidre Doux: süßer, mit niedrigerem Alkoholgehalt. Eher für Desserts und als erfrischendes Nachmittagsgetränk.
Serviertemperatur und Glas
Cidre wird bei 6–8 °C serviert, gut gekühlt. Die bretonische Tradition sieht eine Tasse aus Steingut vor — die Bolée. Wer das nicht zur Hand hat, greift zum Weißweinglas oder einer Tulpe. Die klassische Champagner-Flöte ist weniger geeignet, da sie die subtilen Apfel- und Blütenaromen zu stark ablenkt.
Gut zu wissen: Cidre hat eine begrenzte Haltbarkeit nach dem Öffnen. Anders als Wein verliert er rasch seine Perlage — innerhalb von zwei bis drei Tagen spürbar. Lieber kleine Flaschen oder schnell austrinken.
Was passt zu Cidre?
Die klassische Paarung: Cidre Brut zu Austern und Crêpes Galettes de Sarrasin. Darüber hinaus funktioniert Cidre zu Hartkäse (besonders Comté), zu gegrilltem Schwein, zu herzhaften Galettes und — überraschend oft — zu scharfem asiatischem Essen. Die Kohlensäure und der Apfelton bringen Hitze und Schärfe in Balance.
Eine schwäbische Antwort auf die französischen Klassiker kommt von der Manufaktur Jörg Geiger: Wiesenobst Cider, Schwäbischer Cider mild und der Craft Cider Most Wanted entstehen aus Streuobst vom Fuß der Schwäbischen Alb.
Alkoholfreie Alternative
Zwei Cidres im Sortiment sind alkoholfrei — zu finden unter alkoholfreier Cidre. Schonend entalkoholisiert, mit deutlich weniger Restzucker als die meisten Apfelschorlen und einem klareren Sortencharakter.