Deutscher Rosé hat das Klischee des süßlichen Gelegenheitsgetränks hinter sich gelassen. 25 Weine im Sortiment, überwiegend aus Pfalz und Rheinhessen — fast durchweg trocken ausgebaut, oft aus Spätburgunder, mit klarer Säurestruktur.
Die Pfalz dominiert: Knipser, Rings und Philipp Kuhn zeigen, was moderne Spätburgunder-Rosés können — dunkler als Provence, aber ebenso trocken. Aus Rheinhessen kommen die Rosés von Weedenborn und Kühling Gillot, dazu Cuvées von Markus Schneider.
Stilistisch pendelt das Sortiment zwischen Saignée-Rosé mit Kraft und Direktpressung mit filigraner Frucht. Johannisbeere, Erdbeere und ein Hauch von Wassermelone sind die typischen Aromen. Servieren Sie bei 10–12 °C, nicht frostig aus dem Kühlschrank — sonst schmeckt der Wein wässrig.
Siehe auch: Roséwein Italien, Roséwein Österreich.