Pollastrini Sardinen in Olivenöl. Die Ursprungssorte aus Anzio, schlicht in Öl gelegt.
Die Pollastrini Sardinen in Olivenöl kommen aus Anzio, einer Hafenstadt an der Küste Latiums. Die Dose enthält 100 g, nach dem Abtropfen bleiben 70 g Fisch. Neben Sardinen und Olivenöl steht nur Salz auf der Zutatenliste. Chili oder Tomate enthält diese Sorte nicht.
Mit dieser Sorte hat Pollastrini angefangen. Salvatore Pollastrini gründete den Betrieb 1889, weil vor Anzio mehr Fisch an Land kam, als der Ort frisch verzehren konnte. Nach eigener Darstellung war es die erste Firma Italiens, die sich ganz auf Sardinenkonserven verlegte. Die ersten Dosen enthielten Sardinen in Olivenöl. Pikante Varianten und Tomatensauce folgten erst Jahrzehnte später. Wer die Marke kennenlernen möchte, beginnt also am besten mit dieser Dose.
Wie die Sardinen in Olivenöl schmecken
Der Geschmack ist klar und direkt. Die Sardinen schmecken nach Fisch, nach Meer und dezent nach Salz. Das Fleisch ist fest, Sie können die Stücke mit der Gabel aus der Dose heben, ohne dass sie zerfallen. Das Olivenöl bleibt mild im Hintergrund und bindet die Aromen.
Kräuter, Gewürze oder Essig fügt Pollastrini bei dieser Sorte nicht hinzu. Was Sie schmecken, ist also der Fisch selbst. Wer eine scharfe oder kräftig gewürzte Sardine erwartet, wird diese Dose als zurückhaltend empfinden. Für diesen Fall gibt es die Pollastrini Sardinen mit Chili aus derselben Fabrik.
Wenden Sie die Dose im Vorratsschrank gelegentlich. So verteilt sich das Öl gleichmäßig, und kein Fisch liegt dauerhaft trocken oben.
Vom Lichterboot in die Dose
Die Sardinen stammen aus dem Mittelmeer direkt vor Anzio. Gefangen werden sie bis heute mit dem Gozzo, einem kleinen Fischerboot. Es fährt nachts hinaus, starke Lampen ziehen die Schwärme nach oben an die Oberfläche. Die Sardine vermehrt sich im Mittelmeer gut, deshalb ist der Fang über die ganze Saison möglich.
Am folgenden Morgen geht der Fang in die Fabrik. Dort sortieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fische von Hand, nehmen sie aus und säubern sie. Anschließend werden sie passend zugeschnitten und mit Olivenöl in die Dosen gelegt.
Anders als bei den Pollastrini Jahrgangssardinen 2025 trägt diese Dose keinen Jahrgang. Wer Sardinen aus einem bestimmten Fangjahr sucht, ist hier also nicht richtig. Dafür bekommen Sie die Sorte das ganze Jahr in gleicher Art.
In den 1950er-Jahren übernahm die Familie Sepe das Unternehmen. Nach einem alten Familienrezept kamen Sardinen in Tomatensauce und eine pikante Sorte ins Programm. Die Ölsardine blieb das Fundament.
So servieren Sie die Sardinen
Am einfachsten legen Sie zwei oder drei Fische auf eine Scheibe geröstetes Landbrot. Ein paar Tropfen aus der Dose genügen als Würze. Dazu passt ein Glas trockener Weißwein, etwa ein frischer Vermentino.
Auf einem Vorspeisenteller stehen die Sardinen gut neben Oliven, eingelegtem Gemüse und etwas Pecorino. Für einen Salat zerpflücken Sie die Fische grob und mischen sie unter Blattsalat mit roten Zwiebeln. Ein Spritzer Zitrone hebt den salzigen Ton.
Auch auf Pizza machen sie sich gut. Legen Sie die Sardinen erst nach dem Backen auf, dann bleiben sie saftig. Für ein schnelles Nudelgericht erwärmen Sie die Fische kurz mit Knoblauch und ihrem Öl. Zitronenschale und Petersilie runden das ab.
Bedenken Sie die Menge: 70 g Fisch sind eine kleine Portion. Als Hauptgericht für zwei Personen reicht eine Dose nicht, als Vorspeise oder Imbiss für eine Person schon.
Zutaten, Nährwerte und Hinweise
Die Zutatenliste ist kurz: Sardinen (70 %), Olivenöl (29 %) und Salz. Eine Qualitätsstufe des Öls nennt die Liste nicht. Die Nährwerte je 100 g im Überblick:
- Brennwert: 935 kJ / 224 kcal.
- Fett: 15,2 g, davon gesättigte Fettsäuren: 2,7 g.
- Kohlenhydrate: 0,3 g, davon Zucker: 0 g.
- Eiweiß: 21,4 g.
- Salz: 1,36 g.
Für eine streng salzarme Ernährung sind die Sardinen mit 1,36 g Salz je 100 g nicht geeignet. Wer auf Fisch allergisch reagiert, sollte die Dose ebenfalls meiden.
Ungeöffnet lagern Sie die Konserve kühl und trocken. Reste füllen Sie nach dem Öffnen in ein verschließbares Glas, bedecken sie mit Öl und stellen sie in den Kühlschrank. Verbrauchen Sie sie innerhalb von ein bis zwei Tagen.
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Sardinen, Olivenöl, Salz. Mehr braucht diese Dose aus Anzio nicht.